Start einer C-22 auf Piste-06 in Naunheim.

Unsere Flotte:

Bei den Ultra-Leicht-Flugzeugen unterscheidet man zwischen den "Mustern": 3-Achser, Trike, Minimum und Motorschirm. Um diese UL-Flugzeuge fliegen zu dürfen, benötigt man eine s.g. Sportpilotenlizenz (SPL). Je nachdem, auf welchem v.g. Muster die Ausbildung erfolgt und abgeschlossen wird, erhält man dann nach bestandener praktischen Prüfung die SPL für dieses entsprechende Muster. Möchte man dann darüber hinaus auch noch ein anderes Muster (nicht zu verwechseln mit "Typ") fliegen, dann muß die vorhandene Lizenz auf dieses entsprechende Muster erweitert werden.


UL-Kategorie (Muster): "3-Achser"

Durch die Möglichkeit, das UL-Flugzeug um alle 3 möglichen Achsen zu steuern, können mit diesem UL auch problemlos Starts und Landungen bei kräftigem Seitenwind durchgeführt werden. Denn anders als z.B. bei den nachfolgenden UL-Kategorien (Mustern) Trike, Minimum und Motorschirm, kann hier eine Drehung um die Hochachse mit dem Seitenruder gesteuert werden.

Die 3 Steuerachsen
eines aerodynamisch gesteuerten Ultra-Leicht-Flugzeuges

Die Steuerung erfolgt hier über die verschiedenen Ruder am Leitwerk und an der Tragfläche. Dadurch wird die Aerodynamik verändert (während der Schwerpunkt gleich bleibt). Man spricht deshalb hier auch von s.g. "aerodynamisch gesteuerten" UL-Flugzeugen. Diese UL´s haben also einen Steuerknüppel und Seitenruderpedalen, mit denen der Pilot / die Pilotin dann die gewünschten Bewegungen ausführen können.


Das Wetterfenster ist bei dieser UL-Kategorie relativ groß, denn Starts und Landungen können (anders als bei den nachfolgenden Trikes und Minimums) auch bei relativ starkem Seitenwind problemlos durchgeführt / trainiert werden.

UL-Kategorie "Trike"

UL-Kategorie "Minimum"

Preiswert
in die Luft und auch als ständiger Reisebegleiter möglich: Motorschirme.

UL-Kategorie "Motorschirm"

Die Motorschirme gibt es in verschiedenen Varianten: Als "Rucksackmotor" oder auch als "Trike"-Version, wie hier im Bild. Diese Fluggeräte eignen sich hervorragend als ständiger Reisebegleiter und können problemlos in jedem Kombi oder Wohnmobil mitgeführt / verstaut werden.


Allerdings sind bei dieser Kategorie die Starts ein wenig anspruchsvoll. Der Schirm muß komplett geöffnet und genau senkrecht über dem Piloten / -in in Position gebracht werden / "stehen" um dann für den Start beschleunigt werden zu können. Der Schirm befindet sich daraufhin deutlich hinter dem Antrieb und ist so nur schwerlich vom Pilot / -in zu sehen. Bereits minimaler Seitenwind oder eine unbedachte Richtungsänderung reichen aus, um den Start abbrechen zu müssen.


Eine besonders sportliche Konstitution sollte man(n) / frau beim Rucksackantrieb haben. Gerade bei schwachem (Gegen)Wind werden schnelle, flinke Füße benötigt, um den Übergang von der stehenden Startposition zur Fluggeschwindigkeit zu schaffen. Ferner kann hier durch die Höhe des Schirms / Flügels kein Bodeneffekt ausgenutzt werden. Daher benötigt dieser Flugsport immer ein wenig Wind, um überhaupt erst mal in die Gänge zu kommen. Oder eben ein riesiges Startfeld, wo problemlos in alle Himmelsrichtungen gestartet werden kann. Andererseits darf der Wind nicht zu stark sein. Das Wetterfenster ist daher für diese Art der Fliegerei relativ klein, ähnlich wie bei den Ballonen.


Schwierig hierbei auch die Antriebstechnik. Die Gradwanderung zwischen hoher Motorleistung und minimalem Gewicht stößt immer wieder an verschiedene Grenzen (Lärmwerte, Pilotengewicht, etc.). Um auch etwas kräftige Piloten in die Luft zu schaffen, oder um eine stärkere Steigleistung zu erreichen, wird ein Rucksackantrieb vom Lärmwert dann durchaus auch etwas unangenehm. Dazu kommt ihre relativ langsame Fluggeschwindigkeit. Außenstehende am Boden, bzw. Anlieger an einem Flugplatz, empfinden dann diese Geräte u.U. dann auch als störend. Hier sind nicht nur die Hersteller gefragt, sondern auch die Sensibilität der Piloten / -innen ihren Flugweg entsprechend rücksichtsvoll zu wählen.